lava, Freitag, 28. Mai 2004, 17:40
Etwas incroyable ist aber auch, dass die feigen Beamten vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt in Stuttgart die Namen der betroffenen Kondomhersteller nicht nennen wollen - angeblich aus Angst vor Schadenersatzforderungen. Oder ganz besonders nutzwertig wäre es gewesen, einfach die drei unbelasteten Produkte zu nennen... - Tja, da muss man sich dann wohl oder übel für eins entscheiden: Krebs oder Aids.







Abt. Incroyable, mais vrai!
(swr) Die meisten der gängigen Kondome auf dem Markt enthalten Krebs erregende Stoffe, die beim Geschlechtsverkehr auf die Schleimhäute übergehen können. Das hat das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt in Stuttgart nachgewiesen. Getestet wurden 32 Kondome aller bekannter Marken, 29 davon waren belastet. Die Kondome wurden in eine Lösung mit künstlichem Schweiß gelegt. Dabei lösten sich aus dem Gummi zum Teil große Mengen von Krebs erregenden Nitrosaminen. Gemessen wurden Werte, die weit über dem Grenzwert lagen, der für andere Gummiprodukte wie beispielsweise Schnuller gilt. Für Kondome selbst gibt es keinen Grenzwert. Deswegen wird vorerst auch keine Ware vom Markt genommen. (...) Bei der Herstellung von Gummi werden Chemikalien verwendet, aus denen Nitrosamine entstehen können. Laut Werner Altkofer, Institutsleiter des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamte, gibt es teurere Ersatzstoffe auf dem Markt, die nicht diese schädlichen Stoffe bilden: "Nach unserer Ansicht sind vor allem die Hersteller gefordert, andere Produktionsverfahren einzusetzen, damit keine Nitrosamine in den Kondomen entstehen." Dass dies technisch möglich ist, zeigen die Produkte eines Herstellers, die im Test unbelastet waren.