DKV warnt vor Beitragserhöhungen für Privatversicherte
(PR-inside.com 21.01.2007 14:02:10) - Privatversicherte müssen sich nach einem Bericht des Berliner «Tagesspiegel» auf kräftige Beitragserhöhungen als Folge der Gesundheitsreform einstellen. Der Vorstandsvorsitzende der DKV, Günter Dibbern, sagte dem Blatt (Montagausgabe), er gehe «von einer zweistelligen Summe aus, mit der unsere Versicherten belastet werden». Nach seinen Worten werden die privaten Anbieter durch die Reform mehrfach beeinträchtigt. Sowohl der neu zu schaffende Basistarif als auch die teilweise Mitnahme der Altersrückstellungen bei einem Wechsel innerhalb der privaten Krankenversicherung würden «unvermeidbar zu Beitragserhöhungen führen», kritisierte der DKV-Chef. Beim Basistarif würden in vielen Fällen die Beiträge der Kunden nicht reichen, um die Kosten zu decken. «Dann müssen die anderen Privatversicherten einspringen. Für Normalversicherte wird der Versicherungsschutz zwangsläufig teurer», sagte Dibbern. Nach Darstellung der «Wirtschaftswoche» steht die Billigung der Gesundheitsreform im Parlament «auf der Kippe». Der CDU-Abgeordnete und Chef der Jungen Union, Philipp Mißfelder, wolle gegen die Reform stimmen, weil sie «in keiner Weise nachhaltig für künftige Generationen» sei. Andere Unions-Politiker wollten sich dem «Nein» anschließen, berichtete das Blatt am Wochenende vorab. Mindestens zehn Unions-Abgeordnete aus dem Parlamentskreis Mittelstand und zehn weitere Mitglieder der so genannten Jungen Gruppe würden die Reform ablehnen, heißt es in dem Bericht weiter. Zwei Dutzend Abgeordnete hätten verfassungsrechtliche Bedenken. In der SPD-Arbeitsgruppe Gesundheit wollten sieben Politiker mit «Nein» stimmen. «In der Fraktion sind es weit mehr», sagte der SPD-Gesundheitsexperte Wolfgang Wodarg dem Magazin.






